Urwaldrodung ausgeschlossen: kein Palmöl bei Dr. Goerg

Ségolène Royal, Frankreichs Umweltministerin, hat öffentlich zu einem Boykott eines süßen Brotaufstrichs aufgerufen, weil zu dessen Herstellung Waldflächen gerodet werden müssten. Inzwischen hat sie sich aufgrund großer Kritik öffentlich für ihre Aussage entschuldigt.

Die Problematik des Rohstoffanbaus bleibt allerdings bestehen.Der Rohstoff, um den es hier geht, ist das weitverbreitete Palmöl, das in fast jedem zweiten Produkt im Supermarkt enthalten ist. Man findet es in Fertig-Suppen, Margarinen, Keksen, Schokolade, Kosmetika, Waschmitteln – die Liste ist lang. Problematisch daran ist, dass für den Anbau von Ölpalmen, aus deren Früchten Palmöl gewonnen wird, große Flächen ursprünglicher Wälder gerodet werden. Das führt zu erheblichen Schäden bei Tier- und Umwelt.

Urwaldkiller Palmöl

Palmölfrüchte Die Früchte der Ölpalme © ThKatz - Fotolia.com

Die Waldvernichtung erfolgt in vielen Fällen durch die grausame Brandrodung. Häufig schaffen es die tierischen Bewohner nicht mehr rechtzeitig aus den in Brand gesteckten Arealen und verbrennen elendig bei lebendigem Leibe. Davon betroffen sind vor allem die intelligenten Menschenaffen, die Orang-Utans. Die gefährdete Tierart ist in den Urwäldern Borneos und Sumatras beheimatet und dringend auf den Fortbestand der tropischen Regenwälder angewiesen. Flachlandgorillas, Schimpansen und Bonobos werden durch die Verbreitung von Ölpalmplantagen ebenfalls gefährdet.

Konzerne greifen massiv in die Umwelt ein

Aber auch ohne das tierische Leid fügt die Rodung der Regenwälder der Natur große Schäden zu: so verschwinden wertvolle Kohlendioxid-Speicher, die Artenvielfalt wird dezimiert und der Boden einseitig ausgelaugt und somit für zukünftige Generationen unbrauchbar. Der massive Einsatz von Pestiziden und die Vertreibung indigener Völker sind Begleiterscheinungen dieser schädlichen Praxis. Trotz der erheblichen Nachteile für Mensch und Natur, führt das Palmöl seinen Siegeszug weiter fort. Warum? Der Preis ist dabei der ausschlaggebende Faktor. Ungeachtet der langen Transportwege ist Palmöl durch den Plantagenanbau wesentlich günstiger als andere pflanzliche Fette. Inzwischen gibt es zumindest eine Kennzeichnungspflicht, die Hersteller zwingt das Öl auf Ihren Verpackungen namentlich auszuweisen.

Palmöl ≠ Kokosöl

Häufig wird Kokosöl mit Palmöl in einen Topf geworfen und zu Unrecht kritisiert. Daher ist es wichtig zu wissen, dass es sich um unterschiedliche Gattungen handelt. Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen. Sie gehört zur Familie der Palmengewächse und ist eine Verwandte der Kokospalme. Ihre Früchte sind leuchtend orangerot und wachsen zu tausenden an den großen Blütenständen der Mutterpalme heran. Wie bei der Kokosnuss handelt es sich um eine Steinfrucht, deren Stein allerdings vom fett- und faserhaltigen Fruchtfleisch umschlossen ist. Da die Palmen in Monokulturen angebaut werden, sind sie besonders anfällig für Schädlinge. Darauf wird mit einer gezielten Injektion von Pestiziden in den Stamm der Palme reagiert. Zur Gewinnung des Palmöls werden die Früchte aufgebrochen und das orangerote Öl aus dem Fruchtfleisch gepresst. Die rote Färbung ist auf das große Vorkommen an Karotin im Fruchtfleisch zurückzuführen. Für einige Verwendungszwecke ist diese rote Färbung nicht erwünscht – also gehen die Hersteller dazu über, das Öl zu bleichen, bevor es der Produktion von Kosmetika und Lebensmitteln zugeführt wird.

Keine Rodung bei Dr. Goerg: nachhaltig ökologischer Anbau der Bio-Kokospalmen

Die Bio-Kokosnüsse werden geschält Die Dr. Goerg Bio-Kokosnüsse werden geschält

Der Anbau der Bio-Kokospalmen für Dr. Goerg-Produkte unterscheidet sich erheblich von diesen Ölpalmplantagen. Das Unternehmen verzichtet bewusst auf ertragssteigernde Plantagen und Hybridpalmen, und setzt stattdessen auf den umweltschonenden Anbau in Mischkultur durch Kleinbauern mit Familienbetrieben. Der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen steht hier im Mittelpunkt. Rodung für Plantagen? Nicht mit Dr. Goerg! Für die Premium Bio-Kokosnussprodukte wird zu keiner Zeit auch nur 1 Quadratmeter Regenwald gerodet – und das bleibt auch so!

Rotes Palmöl in nachhaltiger Bio-Qualität? Derzeit unmöglich

Seit vier Jahren ist das Unternehmen Dr. Goerg auf der Suche nach einem Anbaugebiet, für das kein Regenwald gerodet werden muss oder musste. Ein solches Areal ist die Voraussetzung für ein nachhaltiges und ökologisches rotes Bio-Palmöl. Leider war diese Suche bisher nicht erfolgreich. Daher überlässt Dr. Goerg anderen Anbietern das Feld, die die Rodung des Urwaldes billigend in Kauf nehmen, um auf den Profitzug des Palmöls aufzuspringen. Sollte in Zukunft ein Anbaugebiet gefunden werden, in dem die für Dr. Goerg wichtige und umweltschonende Mischkultur möglich ist, wird ein hochwertiges Premium Palmöl ins Sortiment aufgenommen.

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