Kokosöl und andere Ernährungsirrtümer? Eine Antwort!

"Kokosöl und andere Ernährungsirrtümer" - so lautet der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Karin Michels, der derzeit die Medien beherrscht und bei vielen Verbrauchern für Unsicherheit und Irritation sorgt. Der Autor, Ernährungsexperte und Gesundheitscoach Christian Dittrich-Opitz hat den Vortrag aus fachlicher Sicht betrachtet und klärt auf:

Kokosöl und andere Ernährungsirrtümer? Eine Antwort!

Der auf YouTube gepostete Vortrag von Frau Prof. Michels mit dem Titel „Kokosöl und andere Ernährungsirrtümer“ hat viele Reaktionen ausgelöst. Ich möchte an dieser Stelle auf die Aussagen in diesem Vortrag eingehen und hoffe, dass wieder mehr Fachwissen und Information in die Diskussion Einzug hält.

In den 1920er Jahren untersuchte Dr. Weston Price die Gesundheit verschiedener Völker, bei denen ein Teil der Bevölkerung ihre traditionelle Ernährung befolgte, ein anderer Teil aber bereits begonnen hatte, westliche Industrienahrung zu essen. Zu den von Dr. Price untersuchten Völkern gehörten auch die indigenen Bewohner einiger südpazifischen Inseln, wie Samoa, Neukaledonien,. Fiji und Rarotonga. Die traditionelle Ernährung der Insulaner bestand zu 50 – 60% aus Kokosnüssen und der Anteil an gesättigten Fettsäuren in der Kalorienbilanz dieser Menschen betrug über 60%. Jedoch blieben die traditionell lebenden Menschen von Herz – Kreislauferkrankungen ebenso verschont, wie von Zahnverfall, Arthritis und anderen degenerativen Erkrankungen. Genau diese Erkrankungen breiteten sich aber mit großer Geschwindigkeit unter den Insulanern aus, die ihre traditionelle Ernährung zugunsten westlicher Produkte wie Fischkonserven, Toastbrot, Konfitüre und anderen Fertigprodukten aufgaben. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren in dieser neuen Ernährungsweise war bedeutend geringer, als in der traditionellen Ernährung. Die Ergebnisse der Untersuchungen von Dr. Price finden sich in seinem Klassiker „Nutrition and Physical Degeneration“

Frau Prof. Michels erklärt sehr plakativ, dass gesättigte Fettsäuren Herz-Kreislauferkrankungen verursachen, eine These, die schon mal mit den sehr penibel dokumentierten Beobachtungen von Dr. Price nicht zu vereinbaren ist. In der westlichen Welt sterben mit großer Konstanz seit Jahrzehnten 40 - 50% der Bevölkerung an Herz-Kreislauferkrankungen, bei den von Dr. Price untersuchten südpazifischen Insulanern mit ihrem viel höheren Anteil an gesättigten Fettsäuren in der Ernährung waren es weniger als 5%. Die Fettsäuren-Hypothese, nach der gesättigte Fettsäuren den Cholesterinspiegel erhöhen und dies zu Ablagerungen in den Arterien führt, wurde in den 1950er Jahren von Ancel Keys formuliert. Keys betrieb nachweislich eine massive Wissenschaftsfälschung, indem er glatt das Gegenteil der Ergebnisse einer Studie über die statistische Korrelation zwischen Cholesterin und Herz-Kreislauferkrankungen behauptete. Keys wurde vielfach widerlegt... Interessanterweise behauptete Ancel Keys auch, dass raffinierter Zucker ein wertvolles und völlig unschädliches Nahrungsmittel sei.

In meinem Austausch mit zahlreichen Ärzten in Europa, den USA und Asien erfahre ich immer wieder von positiven Wirkungen von Kokosöl (und/oder Kokosmuss oder frischen jungen Kokosnüssen) als regelmäßigem Bestandteil der Ernährung, die sich mit meinen eigenen Beobachtungen in der Ernährungsberatung decken. Kokosöl stärkt das Immunsystem, hilft gegen Parasiten, reduziert oxidativen Stress, unterstützt die Wasserversorgung der Zellen, hilft beim Abbau von Übergewicht und ist ein hervorragender Energiespender. Bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Neuropathien, Parkinson, Epilepsie und Alzheimer gibt es manchmal echte Heilerfolge durch die Anwendung von Kokosöl. Zu manchen dieser Wirkungen gibt es noch keine nennenswerte Studienlage, aber auch empirische Erfahrungen aus der Praxis müssen in eine Diskussion um den Gesundheitswert eines Nahrungsmittels einbezogen werden. Kokosöl als reines Gift zu bezeichnen ist jedenfalls eine unseriöse und vermutlich sogar rechtlich problematische Aussage. Das einzige Nahrungsmittel, das in Deutschland laut einem Gerichtsurteil als Schadstoff bezeichnet werden darf, ist raffinierter Zucker. Ich selbst empfehle Kokosöl seit fast 20 Jahren, tausche mich seitdem mit Ärzten und Ernährungswissenschaftlern zu diesem Thema aus und beobachte in der Praxis, dass Kokosöl zu den besonders wertvollen Lebensmitteln der heutigen Zeit gehört.

Sie haben Fragen?

Wir bieten Ihnen eine persönliche Beratung am Telefon. Jeweils Montags bis Donnerstags von 8 bis 17 Uhr und Freitags von 8 bis 15 Uhr.

Hotline: +49 (0) 2602 93 46 90
X Versandinformationen

Die Versandkosten betragen € 4,95 mit DHL. Ab einem Warenwert von € 29,00 ist der Versand innerhalb Deutschlands kostenlos.

Weitere Informationen